Zusammenarbeit stärken
Wie gelingt Zusammenarbeit im Ganztag?
Gute Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und pädagogischem Personal ist kein Selbstläufer. Sie braucht Zeit, Strukturen und ein gemeinsames Verständnis. Diese Befragung gibt allen Beteiligten die Möglichkeit, ihre Perspektive einzubringen – vertraulich, systematisch und auf Augenhöhe.
Warum dieses Thema?
Im Ganztag arbeiten Menschen mit unterschiedlichen Ausbildungen, Verträgen und Arbeitszeiten zusammen – oft unter hohem Zeitdruck und mit wenig Raum für Abstimmung. Ob daraus ein produktives Miteinander wird, hängt von vielen Faktoren ab.
Gleichzeitig fehlen häufig strukturierte Anlässe, um über die Qualität der Zusammenarbeit ins Gespräch zu kommen. Unklare Rollen, unterschiedliche Arbeitszeiten und fehlende Wertschätzung werden wahrgenommen, aber selten systematisch erfasst.
Diese Befragung schafft genau diesen Raum: Sie macht sichtbar, wie die Zusammenarbeit aus Sicht der Beteiligten erlebt wird – und wo Entwicklungspotenziale liegen.
Was das Personal über Zusammenarbeit berichtet
Rückmeldungen aus schulischen Befragungen zeigen wiederkehrende Themen: Die Zusammenarbeit wird grundsätzlich als wichtig eingeschätzt, aber im Alltag oft als schwierig erlebt. Zeitliche Überschneidungen fehlen, Zuständigkeiten sind unklar, und gegenseitige Anerkennung wird nicht immer als selbstverständlich erlebt.
Typische Rückmeldungen
„Wir haben kaum gemeinsame Zeit, um uns abzusprechen – das macht die Zusammenarbeit schwierig."
„Ich wünsche mir mehr Wertschätzung für meine Arbeit am Nachmittag."
„Wenn wir uns die Zeit nehmen, gemeinsam zu planen, funktioniert es richtig gut."
Diese Aussagen zeigen: Gute Zusammenarbeit wird nicht durch einzelne Maßnahmen erreicht, sondern durch verlässliche Strukturen, gegenseitiges Verständnis und die Bereitschaft, unterschiedliche Perspektiven ernst zu nehmen.
Aufbau und Durchführung der Befragung
Die Befragung richtet sich an alle Mitarbeitenden einer Schule – Lehrkräfte, pädagogisches Personal im Ganztag, Schulbegleitungen, Inklusionshelfer:innen und Referendar:innen. Sie umfasst rund 30 Fragen auf 9 Seiten und kombiniert Zustimmungsskalen mit Mehrfachauswahl und offenen Antwortmöglichkeiten. Alle Antworten werden pseudonymisiert. Bearbeitungszeit: 20 Minuten
Was die Auswertung sichtbar macht
Die Ergebnisse liefern keine Bewertung einzelner Personen. Sie zeigen ein Stimmungsbild der gesamten Schulgemeinschaft:
Besonders aufschlussreich sind die offenen Antworten:
„Ich wünsche mir mehr Zeit für gemeinsamen Austausch und Absprachen – und dass meine Ideen bei Entscheidungen berücksichtigt werden."
— Zusammengeführte Rückmeldung aus einer Schulbefragung
Solche Rückmeldungen können als Grundlage für einen strukturierten Schulentwicklungsprozess dienen.
Pädagogische Anschlussmöglichkeiten
Die Befragung versteht sich als Ausgangspunkt für gemeinsame Reflexion und Entwicklung:
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