Schultoiletten
Ein Ort, der allen gehört
Schultoiletten werden täglich von allen genutzt – und doch selten als Bildungschance wahrgenommen. Dabei sind sie für viele Kinder der erste Ort, an dem sie sich allein im öffentlichen Raum bewegen: ohne Aufsicht, auf sich gestellt, mit Verantwortung für sich und den Ort. Was sie dort erleben, prägt. Diese Befragung gibt allen Schulbeteiligten eine Stimme: Was braucht es, damit daraus ein Ort wird, dem man vertrauen kann?
"Die Schultoilette ist der erste Ort in unserer Gesellschaft, an dem unsere Kinder unbeaufsichtigt von Erwachsenen mit öffentlichem Eigentum umgehen. Der Ort hat einen großen pädagogischen Wert."
— German Toilet Organization, Studie „Toiletten machen Schule" 2022/23
Warum Schultoiletten ein Thema für alle sind
Schultoiletten sind ein Ort, den alle täglich nutzen – Kinder, Lehrkräfte, Eltern, Mensa-Personal. Und doch werden sie im Schulalltag selten aktiv gestaltet. Dabei hat ihre Qualität konkrete Auswirkungen: auf das Wohlbefinden, auf das Hygieneverhalten und – besonders bei Kindern – darauf, ob sie sich trauen, die Toilette überhaupt zu nutzen.
Die Studie „Toiletten machen Schule" der German Toilet Organization und der Universität Bonn (2022/23) liefert dazu konkrete Zahlen: 60 % der Schulleitungen geben an, dass ihre Sanitäranlagen nicht vollständig funktionsfähig sind. 50 % der Schüler:innen sind der Meinung, es wird sich nicht gut um die Schultoiletten gekümmert. Die Durchschnittsnote liegt bei 4,4.
Um das zu ändern, braucht es das Wissen derer, die den Ort täglich erleben – nicht nur der Erwachsenen, die ihn verwalten.
Was Nutzerinnen und Nutzer berichten
Rückmeldungen aus Schulbefragungen zeigen wiederkehrende Muster: Störfaktoren wie Geruch, Sauberkeit und fehlendes Material werden von Kindern wie Erwachsenen am häufigsten genannt. Gleichzeitig gibt es oft mehr Positives als erwartet.
Typische Rückmeldungen
„Es riecht oft schlecht, und Seife ist fast nie da."
„Ich gehe eigentlich nur, wenn ich wirklich muss."
„Ein Spiegel wäre schön, und dass es nicht so kalt ist."
Hinter diesen Aussagen stehen konkrete, lösbare Probleme. Die Befragung macht sichtbar, wo angesetzt werden sollte – und trennt das, was wirklich stört, von dem, was bereits funktioniert.
Aufbau der Befragung
Die Befragung ist für alle Schulbeteiligten konzipiert und barrierefrei zugänglich. Sie umfasst kurze, klar formulierte Fragen mit einfachen Auswahlmöglichkeiten, ergänzt durch offene Felder für eigene Hinweise und optional Spracheingabe. Bearbeitungszeit: 5 Minuten
Was die Ergebnisse leisten können
Die Auswertung bewertet keine Einzelpersonen und kein pädagogisches Handeln. Sie zeigt:
Besonders aufschlussreich sind die offenen Antworten:
„Wenn es sauber wäre und nach nichts riechen würde, würde ich viel öfter hingehen."
— Antwort eines Kindes auf die Frage nach Verbesserungen
Solche Rückmeldungen helfen dabei, Prioritäten zu setzen und Maßnahmen zu begründen – gegenüber der Schulleitung, dem Träger oder dem Hausmeisterdienst.
Mögliche nächste Schritte
Die Befragung ist ein Ausgangspunkt. Mögliche Anschlussmöglichkeiten sind:
Diese Befragung an Ihrer Schule einsetzen?
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