Formatives Assessment
Formatives Assessment mit polliquest
Wie Schulen Kinderperspektiven nutzen können, um Unterricht und Schulentwicklung datenbasiert, partizipativ und lernwirksam weiterzuentwickeln – ohne Noten, ohne Tests, ohne Bewertung einzelner Personen.
In 3 Minuten
Formatives Assessment fragt nicht „Wie gut war die Leistung?", sondern „Was wurde verstanden – und was braucht es als Nächstes?" polliquest macht diese Rückmeldungen systematisch, inklusiv und schulweit nutzbar.
Was ist formatives Assessment?
Die Idee stammt aus der Unterrichtsforschung und geht auf Arbeiten von Paul Black und Dylan Wiliam (1998) zurück. Ihr Grundgedanke: Wenn Lehrkräfte laufend verstehen, wo Lernende stehen und wo Hürden liegen, können sie den Unterricht während des Prozesses anpassen – nicht erst danach.
Formatives Assessment ist damit das Gegenstück zur summativen Bewertung. Beide haben ihren Platz, aber sie beantworten unterschiedliche Fragen:
Wie gut war die Leistung?
Bewertet Ergebnisse am Ende eines Lernprozesses. Typisch: Klassenarbeiten, Zeugnisse, Vergleichsarbeiten.
Blick zurück: Was wurde erreicht?
Was wurde verstanden – und was braucht es als Nächstes?
Begleitet Lernprozesse laufend. Typisch: Rückmeldungen, Selbsteinschätzungen, kurze Befragungen.
Blick nach vorn: Was kann verbessert werden?
Warum das auf Schulebene relevant ist: Formatives Assessment ist nicht nur eine Methode für einzelne Lehrkräfte. Wenn Steuergruppen formative Daten über Klassen hinweg auswerten, entsteht Steuerungswissen für Unterrichtsentwicklung – fundierter als Eindrücke, weniger belastend als Tests.
Was polliquest dabei leistet
polliquest ist kein Testinstrument und erhebt keine Leistungsdaten. Es ist ein diagnostisches Beteiligungstool, das formative Rückmeldungen systematisch und inklusiv ermöglicht:
Wann und wie einsetzen?
Formatives Assessment mit polliquest funktioniert in verschiedenen Rhythmen – je nachdem, welche Fragen die Schule stellt:
Die Steuergruppe definiert dabei gemeinsame Leitfragen, die in verschiedenen Klassen eingesetzt werden. So entstehen vergleichbare Daten – ohne Standardisierungsdruck.
Wie ein typischer Ablauf aussieht
Aus der Praxis: Der gesamte Ablauf – von der Befragung bis zur ersten Auswertung – lässt sich an einem Vormittag durchführen. Die strategische Einordnung folgt in der nächsten Steuergruppensitzung.
Was das für Schulentwicklung bedeutet
Anschluss an bestehende Strukturen
Formatives Assessment mit polliquest ergänzt, was an vielen Schulen bereits vorhanden ist:
Zusammengefasst
Formatives Assessment mit polliquest ermöglicht Schulen, Lernprozesse sichtbar zu machen, Unterricht gezielt weiterzuentwickeln und Kinder als Expert:innen ihres Lernens ernst zu nehmen. Es ergänzt bestehende Instrumente – und stärkt eine Kultur des Lernens auf allen Ebenen der Schule.
Die Grundlage des formativen Assessments geht auf die Arbeit von Paul Black und Dylan Wiliam zurück: Black, P. & Wiliam, D. (1998). Inside the Black Box: Raising Standards Through Classroom Assessment. Phi Delta Kappan, 80(2), 139–148.
Wie möchten Sie weitermachen?
Je nachdem, wo Ihre Schule gerade steht – wir beraten Sie gern.